Ein Besuch in der Finca Capote in Plasencia, unserm neuen Projekt

Die Vorgeschichte ist bekannt: Klaus, pensionierter Deutscher mit Wohnsitz in der Region Extremadura, hatte uns vor einiger Zeit um Hilfe für das Tierheim in Plasencia, 80km von der portugiesischen Grenze gelegen, gebeten.

So nahm ich die Gelegenheit wahr, das Tierheim zu besuchen, um mir einen Eindruck zu verschaffen.

Und um es vorweg zu sagen: Sehr nette, tierliebe und äußerst gastfreundliche Menschen haben mich empfangen, um mir das mit viel ehrenamtlichem Engagement geführte Tierheim zu zeigen. 🙂

Insgesamt fiel die Reise denkbar komplikationslos aus. Zwar musste ich den Flug um eine Woche vor verlegen, da die Iberia gegen Entlassungen streikte, aber dann war alles kein Problem.

Klaus, ein herzlicher, tierlieber und äußerst liebenswürdiger und liebenswerter 🙂 Pensionär, holte mich vom Flughafen Madrid ab. Klaus ist ein wunderbarer Katalysator zwischen den Menschen vor Ort, die leider wenig Fremdsprachenkenntnisse haben uns uns. Leider ist mein Spanisch eher rudimentär.

Wir fuhren zuerst zu seinem Zuhause, nach Villanueva de la Vera, 2 Stunden Fahrt vom Madrid. Dort lernte ich seine herzliche Frau und seine kleines Strubbelchen, eine kleine Hündin, die aus dem Tierheim Plasencia adoptiert hat, kennen. Nach einer Stärkung fuhren wir noch eine Stunde nach Plasencia ins Tierheim.

Dort wurden wir sehr herzlich empfangen. Das Tierheim in Plasencia, genannt Finca Capote, liegt etwas außerhalb der Stadt auf öffentlichem Grund, dem großen Betriebshof der Stadt. Es wird durch die Stadt mit einem stundenweise tätigen städtischen Mitarbeiter unterstützt. Das reicht für die Größe des Tierheims natürlich nicht aus. mehrere ehrenamtlich tätige Menschen kümmern sich unter der Leitung von Maria-Salud um ihre Schützlinge.

Von offizieller Stelle sind 60 Hunde zugelassen, aber leider ist diese Grenze schon überschritten. Allein in meiner Anwesenheit (grad mal 2 Tage!) sind 4 Welpen und ein Galgo gefunden und gebracht worden!

Das Tierheim ist sehr gut geführt. Die Zwinger sind betoniert und sauber, die Hunde haben Schutzräume gegen die Sonne, Regen und Kälte. Jeder Zwinger hat einen Auslauf. Es gibt ein Büro, in dem auch schon mal ein vierbeiniger „Mitarbeiter“ lebt (wie Edu :-)) und natürlich eine kleine Krankenstation.

 

Klaus und ich wurden bei einer Ehrenamtlichen untergebracht. Die herzliche Gastfreundschaft völlig Fremden gegenüber ist wirklich außergewöhnlich gewesen! Ich musste immerzu essen! ;-))

Der nächste Tag war ausgefüllt mit dem Kennenlernen der Tiere. Und Verteilen von mitgebrachten Leckerchen. 🙂 Auch lernte ich Mariangeles kennen, die für mehrere Tierheime der Region Extremadura Hunde nach Belgien, den Niederlanden und nach Deutschland transportiert mit offizieller Genehmigung und in einem offiziell zugelassenen Fahrzeug.

Der nächste Morgen war geprägt von organisatorischen Aufgaben für den Rückflug, denn es sollten 4 Fellnasen mit nach Deutschland fliegen

Das war kein Problem, denn die notwendigen Papiere waren perfekt vorbereitet. So fuhren Klaus, 4 Hunde in Boxen und ich am Samstag zum Flughafen Madrid.

Mit Hilfe von Klaus war das Einchecken kein Problem. Die Mitarbeiter der Iberia waren sehr freundlich und hilfsbereit. Alles klappte problemlos.

In Düsseldorf angekommen, wurden wir schon sehnsüchtig von den neuen Menschen der Hunde erwartet.

Charly zog zunächst zu mir. Hat aber heute auch ein wunderbares Zuhause gefunden.

Fazit meiner Kurzreise: Hier kümmern sich Menschen mit sehr viel Herzblut und Kompetenz um „ihre“ Tiere! Sie tun alles um ihnen zu helfen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für die überaus freundliche Gastlichkeit aller, die ich kennenlernen durfte, bedanken. Es war ein unvergessliches Erlebnis und wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dr. Gudrun Pyka

 

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