Dilan – eine wahre Geschichte….

Dilan, eine wahre Geschichte……

Es geschah vor knapp 4 Wochen an einem Samstag Vormittag Ich war grade dabei Laub zu kehren, als ich einen Anruf erhielt. Herr D. aus Gladbeck erzählte von Hund Dilan, der vor etwas mehr als 6 Jahren aus Spanien, von uns vermittelt, bei ihnen einzog. Damals war Dilan geschätzte 6 Jahre.

Nun sei der Hund ja schon sehr alt und krank und würde nur sehr schlecht fressen, sagte Herr D. Und er sei inkontinent, würde in die Wohnung urinieren…

Das könnten seine Frau und er nicht mehr „leisten“. Sie müsse sich um die kleinen Kinder kümmern und er sei berufstätig. Sie hätten sich schon bei mehreren Gnadenhöfen erkundigt, aber es sei sehr schwer einen alten Hund unter zu bringen.

Mir war klar, dass Dilan bei diesen Menschen unerwünscht war, dass ihnen  nach 6 anscheinend angenehmen Jahren der Pflegeaufwand und die Zuwendung für ihren braven in die Jahre gekommenen Begleiter zuviel war. In dem Zustand würde er nicht mehr langeUnd dass jedes weitere Wort vollkommen überflüssig war. Ich sagte nur, dass das ja schrecklich für Dilan sei, dass seine Familie ihn abschieben wolle. Wir würden uns schnellstmöglich um eine Pflegestelle kümmern, Herr D. solle bitte aktuelle Fotos von Dilan senden.

Am Sonntag Morgen erhielt ich einen Anruf von einem Mitarbeiter des Tierheims Gelsenkirchen. Dort ist Dilan noch am Samstag  abgegeben worden.

Der Hund sei in einem erbärmlichen Zustand, er sei vollkommen abgemagert, habe eine Pampers um gehabt.

Herr und Frau D. hatten ihren treuen Begleiter in Tierheim abgeschoben!

Dilan wurde von mir am Sonntag Mittag abgeholt. Er war tatsächlich in einem schrecklichen Zustand. Nur Haut und Knochen, hängender Kopf, traurige glanzlose Augen.

Mein Tierarzt, der ihn 2 Tage später untersucht hat, war entsetzt, dass so etwas möglich ist in Deutschland!

(dilans Blutwerte waren übrigens in Ordnung)

 

 

 

Dilan hat sich ganz friedlich mit meinen „Jungs“  (ich habe ausschließlich Rüden) gezeigt. Er lief bereits nach 2 Tagen ohne Leine bei den Spaziergängen mit, ist unglaublich verschmust, kuschelt seinen Kopf sofort an die Beine und unter die Hand.

Der äaltere „Herr“ hat sogar Spass an Stöckchen-Spielen gefunden.

Sein Appetit ist prächtig und von in die Wohnung urinieren keine Spur. Er tropft schon mal etwas, aber er ist ja nicht mehr der Jüngste.

 

 

Was will uns diese Geschichte sagen?

Menschen, die ein Tier adoptieren wollen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie eine Entscheidung treffen, die irreversibel sein muss.

Es geht nicht an, einen Hund oder eine anderes Tier jahrelang als Gefährten an seiner Seite zu haben, um es dann im Alter zu entsorgen wie einen alten Kühlschrank.

Und deshalb mögen Sie bitte dafür Verständnis haben, dass wir bei der Vermittlung der Tiere sehr sorgfältig prüfen, ob wir Ihnen ein Tier anvertrauen können.

Der eine oder andere mag enttäuscht sein, doch diese Geschichte bestätigt nur, dass wir nicht sorgfältig genug prüfen können!

Aber wir können den Menschen nur vor den Kopf schauen, wie diese unglaubliche Geschichte bestätigt.

Dr. Gudrun Pyka

November 2012

 

 

 

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